Schwarzer Knoblauch – die trendy Knolle

Aus Kochbüchern der Levante Küche und der Sterneküche ist Schwarzer Knoblauch schon länger nicht mehr wegzudenken. Jetzt hält die trendy Knolle auch Einzug in immer mehr heimische Küchen. Schwarzer Knoblauch eignet sich hervorragend für Marinaden und Soßen und passt optimal zu Fleisch, Fisch, Käse, Pasta und Reisgerichten. Wir erzählen Ihnen alles, was Sie über diese Trendknolle wissen müssen.

Was ist schwarzer Knoblauch?

Schwarzer Knoblauch ist mittels Temperatur fermentierter weißer Knoblauch. Ursprünglich kommt das Trendprodukt aus Asien. In Deutschland wird schwarzer Knoblauch immer beliebter. Auch wenn dieser aus der bekannten weißen Knolle hergestellt wird, weist schwarzer Knoblauch kaum eine geschmackliche Ähnlichkeit mit dem normalen weißen Knoblauch auf. Die besondere, fermentierte Variante des weißen Knoblauchs entsteht durch ein spezielles Fermentationsverfahren mittels Temperatur, also eine Lagerungs- und Reifeproduktion des ursprünglichen Knoblauchs. Schwarzer Knoblauch schmeckt sowohl roh als auch gekocht.

Wie schmeckt schwarzer Knoblauch?

Schwarzer Knoblauch schmeckt nicht so scharf wie weißer Knoblauch, sondern eher süßlich. Stellen Sie sich eine Mischung aus Karamell, Pflaumen, Datteln Balsamico-Essig und Vanille vor. Dabei behält er eine leichte Knoblauchnote ohne aufdringlich lauchig zu schmecken. Durch die Fermentation wird schwarzer Knoblauch weich und ein bisschen klebrig und erhält eine überraschende geschmackliche Vielfalt. Wer das milde, tiefe Aroma des schwarzen Knoblauchs einmal probiert, wird kaum glauben, dass er Knoblauch isst.
Genau wie weißer Knoblauch enthält schwarzer Knoblauch Schwefelverbindungen, die allerdings fettlöslich sind. Das heißt: Auf Wiedersehen Mundgeruch! Die fettlöslichen Schwefelverbindungen werden nicht über Haut und Atem ausgeschieden, so gibt es so gut wie keinen Geruch.

Woher kommt schwarzer Knoblauch?

Schwarzer Knoblauch kommt ursprünglich aus Asien, genauer aus Korea. Es scheint als hätten die Koreaner die Kunst der Fermentation perfektioniert. So erfreut sich auch das sogenannte Kimchi aus Korea, also fermentierte Gemüse, großer Beliebtheit. Mittlerweile wird schwarzer Knoblauch in vielen Ländern erzeugt. Besonders bekannt ist schwarzer Knoblauch auch in Spanien, wo die Delikatesse in der Küche fest verankert ist.

Wie wird schwarzer Knoblauch hergestellt?

Schwarzer Knoblauch wird aus weißem Knoblauch hergestellt, der über einen Zeitraum von ungefähr einem Monat fermentiert wird. Fermentation von Knoblauch bedeutet, die Knollen bei 40°C bis 60°C über ca. 30 Tage zu reifen. Während des Reifeprozesses entsteht die dunkle Färbung, das charakteristische Aroma und der typisch süß-würzige Geschmack des schwarzen Knoblauchs.

Warum ist schwarzer Knoblauch derzeit so beliebt?

Schwarzer Knoblauch ist einerseits aufgrund seiner gesundheitlichen Wirkung, aber vor allem wegen des einzigartigen Geschmacks derzeit sehr beliebt. Viele Menschen schätzen schwarzen Knoblauch angesichts seiner positiven Wirkung auf den Blutdruck und die Stärkung des Immunsystems. Gerade Feinschmecker überzeugt der einzigartige Geschmack, den man durchaus als Umami-Explosion beschreiben könnte. Dies ist auch Grund dafür, dass schwarzer Knoblauch in den unterschiedlichsten Gerichten zahlreicher Restaurants immer häufiger zu finden ist.

Der Unterschied zwischen weißem und schwarzem Knoblauch

Schwarzer Knoblauch ist wesentlich angenehmer, weniger scharf und lauchig und somit auch als ganze ‚rohe‘ Zehe ein Genuss. Durch den langwierigen Fermentationsprozess bekommt er seine dunkle Farbe und einen süßlich-würzigen Geschmack. Bei weißem Knoblauch hingegen ist nur das Innere der Knolle essbar, die den klassischen Knoblauchgeschmack aufweist.

So fermentieren Sie Knoblauch selbst

Für die Herstellung von schwarzem Knoblauch benötigen Sie lediglich:

  • frischen weißen Knoblauch
  • ein luftdicht verschließbares Gerät mit Temperaturregelung (z.B. Reiskocher)

Der weiße Knoblauch wird dabei im Ganzen in das Gefäß gegeben und mit etwas Wasser benetzt. Anschließend wird das Gefäß geschlossen, auf 60 Grad temperiert und an einen dunklen Ort gestellt, damit der Fermentationsprozess ungestört vonstatten gehen kann. Nach 3 bis 4 Wochen sollte der Knoblauch dunkelbraun bis schwarz gefärbt sein und einen süßlich-würzigen Geschmack haben. Fertig zum Verzehr!

Vorteile von schwarzem Knoblauch

Schwarzer Knoblauch werden – genauso wie weißem Knoblauch – viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. So soll er beispielsweise gut für den Blutdruck, das Immunsystem und die Verdauung sein. Des Weiteren stellt er ein gutes Nahrungsergänzungsmittel für Sportler dar und hilft vermeintlich beim Abnehmen. Der größte Vorteil des schwarzen Knoblauchs ist natürlich der Geschmack!

Welcher schwarze Knoblauch ist der Beste?

Es gibt aktuell keine Studien, die den besten schwarzen Knoblauch küren. Allerdings gibt es einige Kriterien, die Sie bei der Auswahl beachten sollten. So sollte der Knoblauch möglichst frisch sein und einen süßlich-würzigen Geschmack haben. Auch die Färbung spielt eine Rolle: am besten dunkelbraun bis schwarz.

Wie Sie schwarzen Knoblauch am besten essen

Schwarzen Knoblauch essen Sie sowohl roh als auch gekocht. Die meisten Feinschmecker mögen schwarzen Knoblauch in Öl, in selbstgemachter Majo, auf Käse, an der Lieblingspasta, im Reis oder an Soßen. Hier kommt das intensive Aroma sehr gut zur Geltung und harmonisiert wunderbar mit anderen Zutaten. Auch als Zutat für Salate, als Gewürz für Fleisch oder Fisch und sogar für Süßigkeiten eignet sich die fermentierte Knolle.

Unser Tipp: Verwenden schwarzen Knoblauch als Aufstrich auf getoastetes Brot.

Schwarzer Knoblauch gilt als gesunde Wahl

Neben seinem köstlichen Geschmack soll schwarzer Knoblauch auch sehr gesund sein. Er enthält viele wichtige Nährstoffe wie Eisen, Kalzium und Vitamin C. Außerdem weist er mehr Allicin als weißer Knoblauch auf, was ihn zu einem wertvollen natürlichen Antibiotikum macht. Schwarzer Knoblauch soll außerdem das Immunsystem stärken, die Verdauung anregen und sogar bei der Behandlung von Krebs helfen. Schwarzer Knoblauch wirkt bekömmlich für Magen und Darm, mehr noch als weißer Knoblauch.

Rezept mit schwarzem Knoblauch

Zucchini-Creme mit schwarzem Knoblauch

Zutaten:

  • 1 Zucchini
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel (klein)
  • 2 schwarze Knoblauch-Zehen
  • 3 Kartoffeln
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Prisen Estragon
  • Salz
  • Pfeffer

 

Zubereitung:

Zunächst erhitzen Sie das Öl und braten sowohl Zwiebel als auch Lauch (alles vorab geschnitten) so lange bis alles glasig ist. Fügen Sie die gestückelten Kartoffeln und die geschnittene Zucchini hinzu. Braten Sie alles für ein paar Minuten. Danach bedecken Sie das Gemüse mit Wasser. Fügen Sie 2 Prisen Estragon sowie Salz und Pfeffer hinzu. Lassen Sie alles etwa eine halbe Stunde bei schwacher Hitze einköcheln. Sobald alles gar ist, fügen Sie die schwarzen Knoblauchzehen hinzu. Zerdrücken Sie anschließend alles im Mixer. Garnieren Sie Ihre Zucchini-Creme mit etwas Estragon und einigen Stücken des schwarzen Knoblauchs.

Schwarzen Knoblauch kaufen

Schwarzer Knoblauch ist eine besondere Zutat, mit der Sie voll im Trend liegen. Er schmeckt nicht nur ausgezeichnet, sondern ist auch sehr gesund. Wenn Sie noch keinen schwarzen Knoblauch in Ihrer Küche haben, sollten Sie ihn unbedingt ausprobieren. Überraschen Sie Ihre Familie oder Gäste mit dieser Besonderheit.

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