Glühweingewürz verstehen Sie nur, wenn Sie die Geschichte des Glühweins kennen

Es gibt viele Theorien über den Ursprung des Glühweins. Eine davon besagt, dass er ursprünglich zufällig bei der Zubereitung von heißer Schokolade im Winter in Nordfrankreich entstanden ist. Es gibt jedoch keine historischen Beweise für diese Behauptung.

Eine kleine Glühweingeschichte

Und – wer hat`s nun erfunden? Da gibt es zahlreiche Theorien. Wir schauen uns das mal genauer an. Warum machen Sie sich nicht eine heiße Tasse Glühwein mit unserem Glühweingewürz, lehnen sich in Ihrem Lieblingssessel zurück und tauchen mit uns ab in eine kleine Geschichte des Glühweins?

 

Das alte Rom und seine heilenden Mittel

Bereits die alten Römer wussten um die ganz besondere Note im Wein. Im Gegensatz zu Ihrem Glühweingetränk heute genossen die Römer ihren alkoholischen Gewürz-Traubensaft in kalter Form. Deshalb ist nicht mit absoluter Sicherheit zu behaupten, dass der damalige rote Gewürzwein tatsächlich schon als Glühwein gilt. Wahrscheinlich nicht. Aber Sie sollten diese Anekdote trotzdem kennen, wenn Sie beim nächsten Weinabend philosophieren.

 

Wein mit speziellen Gewürzen durften im alten Rom nur betuchte Menschen trinken. Das lag einfach daran, dass die Zutaten – darunter Dattelkerne, Honig und Safran – zu kostspielig für den gemeinen Römer waren. Kennen Sie das antike Kochbuch von Apicius? Hier wurden bereits Gewürze für Wein niedergeschrieben.

Gewürzter Wein in mittelalterlichen Burgen

Machen Sie nun mit uns einen gedanklichen Sprung in die Zeit des Mittelalters. Noch immer genossen die Menschen den Wein kalt – und ja, auch als Medizin. Schließlich waren ätherische Öle enthalten. Wenn der Wein nicht süß genug schmeckte, verfeinerten ihn die Burgleute mit Honig. Aber nicht allein der Geschmack wurde damit verbessert, sondern auch die Qualität. Wein war damals lange nicht so gut wie heute. Tatsächlich mundete das Getränk oft schal und sauer an. Honig kam da genau richtig an, um die Säure abzumildern. Hier verwendeten die mittelalterlichen Winzer, was sie an Gewürzen in die Finger bekamen. Hauptsache, der Wein schmeckte ein bisschen besser.

Glühwein für Adel und König

Ab 1843 wird es um einiges konkreter. Kennen Sie Raugraf von Wackerbarth? Nicht? Jetzt schon. Den Mann umgaben heftige Spekulationen, und das schon zu Lebzeiten. Es wurde getuschelt, dass er Gold herstellte, während er mit der Alchemie herumexperimentierte. Jedenfalls gehörte Graf von Wackerbarth eine beeindruckende Sammlung von Wein-Rezepten. Und siehe da – hier fand sich auch ein Glühwein-Rezept. Es gilt als eines der ersten, verbrieften Glühwein-Rezepte im mitteldeutschen Raum.

Wir haben es einmal ausprobiert und können Ihnen an dieser Stelle schon mal mit auf den Weg geben: Brauchen Sie nicht nachmachen. Wenn Sie moderne Maßstäbe an ein gutes Glühwein-Rezept ansetzen, gilt das Wackerbarthsche Rezept als nicht genießbar. Es beinhaltet einfach viel zu viele Gewürze.

 

Lustigerweise fiel den Schweden zu etwa der gleichen Zeit ein, Gewürzwein heiß zu genießen – und zwar am Hofe des schwedischen Königs. Dieser Wein hieß „Glögg“ und wird noch heute auf Weihnachtsmärkten angeboten. Also: genießbar. Doch woher kommt der Genuss von Gewürzwein zu gleicher Zeit in Deutschland und Schweden? Nun, dafür könnten die Königshäuser verantwortlich sein: das schwedische Königshaus und der sächsische Adel waren über die schwedische Königin Katharina von Sachsen-Lauenburg miteinander verbunden.

Neuzeitlicher Glühwein

Mittlerweile sind wir in der neueren Geschichte des Glühweins angekommen. In seiner Weinkellerei produzierte ein Mann namens Rudolf Kunzmann 1956 in Augsburg einen Wein mit Zucker und Gewürzen. Er plante das Ganze zu kommerziellen Zwecken und verkaufte tatsächlich Glühwein in einer Variante wie wir sie heute kennen. Doch Obacht, der Mann handelte gefährlich. Nach damaligen Weinrecht durfte er nämlich keinen Zucker an den Wein geben. Deshalb wurde er auch bestraft – mit einer saftigen Geldstrafe. Trotzdem breitete sich der bald beliebt werdende Glühwein schnell aus. Die Weihnachtsmärkte liebten ihn. Flugs war das Weingesetzt geändert und die neue Variante von Wein legalisiert.

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Was für ein Duft. Machen Sie sich gleich noch eine Tasse und genießen Sie Ihre Adventszeit.

Psst, wir verraten Ihnen, was drin ist:

  • Apfel
  • Orangenschale
  • Zitronenschale
  • Zimtblüte, Sternanis
  • Kardamom
  • Zimtrinde
  • Nelken
  • Macis

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FAQs

Letztlich ist es wie bei allen anderen Gewürzen auch. Manche Menschen mögen es gern schärfer, andere salziger oder fruchtiger. Probieren Sie aus, wie viel Glühweingewürz Ihnen an Ihrem Glühwein schmeckt.

Als Daumengröße versuchen Sie es zunächst mit 3 Teelöffeln an eine Flasche Glühwein. Würzen Sie nach, wenn Sie es intensiver mögen. Wir empfehlen zunächst einen kleinen Schuss Wein in einer Pfanne zu erhitzen und mit den Gewürzen 2-3 Minuten köcheln zu lassen, bevor sie den restlichen Wein aufgießen. So geben die Gewürze ihren Geschmack ab ohne dass der gesamte Wein verkocht. Anschließend gießen Sie den restlichen Wein auf. Beachten Sie dabei, den Glühwein nicht mehr zum Kochen zu bringen. Lassen Sie ihn für eine Viertelstunde ziehen. Auf diese Weise können sich die Gewürze hervorragend entfalten. Wenn Sie mögen, verfeinern und verschönern Sie Ihren Glühwein mit einer extra Scheibe Orange oder Zitrone.

Sicher. Auch an weißem Glühwein schmeckt das Glühweingewürz prima. Letztlich ist es wie immer eine Sache des Geschmacks, wie intensiv und würzig Sie Ihren Glühwein bevorzugen.

Damit weder Geschmack noch Aroma Ihres Glühweingewürzes verloren gehen, achten Sie bitte darauf, dass die Gewürzmischung kühl und trocken gelagert wird. Dunkelheit und ein luftdichter Verschluss helfen dabei.

Ja. Wenn Sie es klassisch und weniger fruchtig mögen, versuchen Sie Ihren Glühwein mit einer Zimtstange oder Sternanis.

Einen schönen Advent wünscht Ihnen das gesamte Team der Gewürzmühle Rosenheim .