Hummus richtig zubereiten – Rezepte, Gewürze & mehr

Hummus ist eine arabische Spezialität und setzt sich aus folgenden Zutaten zusammen: pürierte Kichererbsen, Tahina (Sesammus), Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Knoblauch und Kreuzkümmel. Je nach Koch oder Köchin variieren die Zutaten, doch die Kichererbsen bleiben immer die Basis.

Hummus ist mittlerweile keine exotische Vorspeise mehr auf unseren europäischen Tellern. Trotzdem haben die meisten noch immer Fragezeichen auf der Stirn, wenn es um die richtige Zubereitung und das beste Rezept geht. Nachdem Sie unseren Ratgeber gelesen haben, wissen Sie alles darüber. Und können direkt mit einem unserer leckeren Hummus-Rezepte starten.

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Wo Humus herkommt

So ganz genau kann`s – wie so oft – keiner sagen. Hummus ist im gesamten vorderasiatischen Raum weit verbreitet, also im Libanon, in Palästina, in Israel und in Syrien. Auch in der Türkei, insbesondere in der Region „Hatay“ kennt jeder Hummus. Da das älteste bekannte Hummus-Rezept auf ein syrisches Kochbuch aus dem 13. Jahrhundert zurückgeht, wird meist davon ausgegangen, dass die Wiege des Hummus in Syrien liegt.

Woraus Hummus besteht

Die Grundelemente von Hummus sind Kicherbsen, Tahina, Olivenöl und Zitronensaft. Welche Gewürze besonders gut dazu passen? Schauen Sie sich gern unsere Rezepte an.

Das klassische Humus-Rezept: Kinderleicht zubereitet

Die Gemüse-Sticks stehen bereit und Sie möchten noch schnell einen klassischen Hummus zaubern? So geht`s:

Zutaten

 
Zubereitung

Schälen Sie den Knoblauch und würfeln Sie ihn grob. Die Kichererbsen lassen Sie in einem Sieb abtropfen, bevor Sie sie mit Wasser abspülen. Danach mitsamt den restlichen Zutaten in einen Mixer geben und für einige Minuten durchmixen lassen, bis die Masse fein püriert ist. Schmecken Sie nach Gusto mit Salz und Pfeffer ab.

So wird Hummus cremig

Wenn man nicht aufpasst, kann selbst gemachter Hummus entweder zu flüssig oder zu trocken werden. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengetragen – für ein wunderbar cremiges Hummus-Ergebnis.

Tipp 1: Versteht sich eigentlich von selbst: Benutzen Sie hochwertige Kichererbsen. Und am besten weichen Sie Ihre trockenen Kichererbsen über Nacht ein, bevor Sie sie kochen.

Tipp 2: Kochen Sie Ihre Kichererbsen ruhig richtig weich, am besten bis sie fast auseinanderfallen. Im Anschluss lassen sie sich leichter pürieren und Ihr Hummus wird cremiger.

Tipp 3: Wenn Sie Ihre Kichererbsen selbst kochen, verwenden Sie ruhig etwas von Ihrem Kochwasser und fügen Sie es beim Pürieren zu.

Tipp 4: Entfernen Sie die Schalen der Kichererbsen. Ja, das wird zeitaufwendig, aber Sie werden eine besonders feine Cremigkeit Ihres Hummus damit erreichen.

Tipp 5: Achten Sie auch bei den anderen Zutaten auf beste Qualität. Besonders gute Tahina sollte „fließen“ und keine feste Masse sein.  Achten sie auch beim Olivenöl, der Zitrone und allen anderen Gewürzen auf hochwertige Qualität.

Tipp 6: Pürieren Sie ruhig für einige Minuten mit einem leistungsstarken Mixer oder einer Küchenmaschine. Erst, wenn er vollkommen glatt aussieht, ist Ihr Hummus fertig.

Tipp 7: Der Mix macht`s. Wenn Ihre Tahini, Kochwasser und Olivenöl nicht im richtigen Verhältnis stehen, kann Ihr Hummus entweder zu flüssig oder zu trocken werden.

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Kichererbsen selbst kochen oder nicht: Was am besten für Hummus funktioniert

Mit Kichererbsen aus der Dose machen Sie nichts falsch. Allerdings werden Sie den Unterschied merken, wenn Sie es einmal mit Einweichen und Selbstkochen versuchen.

Nehmen Sie sich für das Einweichen der Kichererbsen Zeit, am besten eine ganze Nacht. Eingeweichte Kichererbsen lassen sich nicht nur gut verdauen, sondern sparen Ihnen auch Zeit beim anschließenden Kochen ein. Bedecken Sie die Kichererbsen mit der doppelten Menge an Wasser und lassen Sie das Ganze eine Nacht lang in einem Topf quellen. Die Mindest-Einweichzeit sollte 12h betragen. Es lohnt sich, viel Wasser zu verwenden, denn die Kichererbsen nehmen es über Nacht auf – und Sie möchten sicher nicht alle 4h aufstehen und nachgießen. Am nächsten Morgen schütten Sie das Wasser weg, damit alle Phasin-Rückstände entfernt sind. Der Giftstoff Phasin kann Magen-Darmstörungen verursachen. Aber keine Sorge: Wenn Sie die Kichererbsen am nächsten Morgen gut mit Wasser abspülen und ausreichend garen, besteht keine Gefahr mehr.

Die Garzeit verkürzt sich, je länger die Einweichzeit über Nacht beträgt. Wenn Sie die Kichererbsen ganze 24h eingeweicht haben, brauchen Sie sie nur noch 10min im Schnellkochtopf oder 15-20min im normalen Kochtopf garen.

Übrigens: Auch die Frische der Kichererbsen trägt zu einer verkürzten Garzeit bei. Je frischer, desto kürzer die Zeit im Kochtopf.

Tahini beim Hummus: Warum es nicht viel braucht

An einen guten Hummus gehört gute Tahina. Die Paste aus gemahlenen Sesamsamen verleiht Ihrem Hummus eine nussige Tiefe und eine cremige Leichtigkeit. Schon wenig Tahina reicht und Ihr Hummus wird perfekt. Verwenden Sie nie zu viel davon, denn sonst wird Ihr Hummus schwer und fettiger.

Unsere Tahina beziehen wir aus der Königsteinmühle am Ammersee, einem kleinen Handwerksbetrieb. Hier wird Tahina nach alter Tradition hergestellt und dafür wird nur bester Bio-Sesam verwendet, der geschält, schonend geröstet und in Keramikmühlen gemahlen wird – für besten Geschmack und den Erhalt aller Nährstoffe.

Weitere Gewürzmühle-Rosenheim Hummus-Rezepte

Tomatenhummus mit Zatar

Heute ist Ihnen nach einem leicht zuzubereitenden Hummus-Rezept? Versuchen Sie unser Tomatenhummus mit Zatar. Sie werden begeistert sein, wie einfach es ist und doch sooo dermaßen gut!

Zutaten für 4 Personen

 
Für den Tomatenhummus

 
 Garnitur

  • 1 helles Landbrot oder Ciabatta
  • nach Belieben frische Tomaten
  • etwas Butter und Olivenöl für die Croûtons
  • Olivenöl und frische Minze

 
Mischen Sie alle Zutaten für den Tomatenhummus mit dem edelsüßen Paprika sowie dem Lemon Herb Rub in einem Mixer bis ein cremig-feiner Püree entsteht. Schmecken Sie ihn mit Salz ab.

Schneiden Sie das Brot in walnussgroße Stücke und rösten Sie es mit Butter und etwas Olivenöl in der Pfanne an. Verwenden Sie nur aromatische und reife Tomaten (z.B. Ochsenherz, Merinda oder San Marzano) und schneiden sie diese in Stücke. Schneiden Sie auch die Minze grob.

Richten Sie den Hummus mit dem warmen Brot-Croûtons, den Tomatenstücken, der Minze sowie dem Olivenöl an und streuen zum Schluss noch etwas Zatar drauf.

Fertig ist dieser wunderbare und im Übrigen vegane Hummus!

Gebackene Aubergine | Hummus | Dukkah

Rezept für 4 Personen

Zutaten Hummus

 
 Zutaten Aubergine

 
Weitere Zutaten

  •  Granatapfelkerne
  • 1 Bund Minze
  • 1/2 Fetakäse
  • 4 EL Dukkah

 
Zubereitung Auberginen

Halbieren Sie die Auberginen und schneiden Sie sie auf der Schnittfläche rautenförmig ein. Salzen Sie die Auberginen und lassen Sie sie 1h lang liegen. Das Salzen entzieht dem Gemüse die Bitterstoffe. Außerdem wird das Fruchtfleisch dadurch weicher.

Drücken Sie nun die Auberginen leicht mit der Hand zusammen und geben Sie das entzogene Fruchtwasser beiseite. Heizen Sie den Ofen auf 200°C vor und legen Sie die Auberginen auf ein Blech, das Sie zuvor mit Backpapier ausgelegt haben.

Salzen Sie die Schnittfläche ein wenig und verteilen Sie den Kokosblütenzucker und die Gewürze gleichmäßig. Beträufeln Sie nun jede Auberginen-Hälfte mit 1 EL Olivenöl.

Schieben Sie das das Blech mit den Auberginen für etwa eine halbe Stunde in den Ofen. Während Sie gar werden, bereiten Sie den Hummus zu.
 
Zubereitung Hummus

Lassen Sie die Kichererbsen aus der Dose abtropfen und mixen Sie sie mit den anderen Zutaten. Rühren Sie nach Bedarf etwas kaltes Wasser dazu, damit Ihr Hummus die gewünschte Creme-Konsistenz annimmt.

Die fertigen Auberginen richten Sie auf dem Hummus an bestreuen Sie gleichmäßig mit etwas Dukkah. Zum Abschluss geben Sie die Granatapfelkerne, etwas geschnittene Minze und zerbröselten Feta hinzu.

Selbstverständlich können Sie auch getrocknete Kichererbsen verwenden. Weichen Sie die Kichererbsen dafür mit etwas Backnatron über Nacht ein und kochen Sie sie anschließend ohne Salz weich.

Purple Hummus | Meerrettich | Rote Beete | Purple Curry

Rezept für ca. 6 Portionen

Equipment

  • 1 guter Mixer

 
Gewürze & Zutaten

 
Zubereitung

Gießen Sie die Kichererbsen ab und bewahren Sie den Saft auf. Geben Sie die Kichererbsen mit der roten Beete, dem Meerrettich, ½ TL Cumin, 3 EL Purple Curry, Zitronensaft, Olivenöl sowie der Hälfte des beiseite gestelltem Kichererbsen-Wassers in den Mixer. Fügen Sie eine gute Prise Salz dazu und pürieren Sie alles. Je nach Gusto fügen Sie etwas mehr Curry, Salz und Kichererbsen-Wasser hinzu. Den Hummus mixen Sie so lange, bis er glatt ist. Das sollte mindestens ein paar Minuten in Anspruch nehmen.

Wenn der Hummus fertig ist, geben Sie ihn in eine flache Schüssel geben und drücken eine Vertiefung in die Mitte. Gießen Sie alles mit einem guten Schuss Olivenöl auf garnieren Sie Ihren Hummus mit frischer Petersilie und Orientcurry – je nach Gusto.

Unser Gewürzmühle-Rosenheim-Tipp:

Falls Sie nicht alles schaffen, bewahren Sie den Humms bis zu 2 Tagen im Kühlschrank auf. Benutzen Sie einen luftdichten Behälter dafür.

Und noch ein Tipp von uns:

Diese Hummus-Variante passt sehr gut zu geräucherter Forelle.

FAQs (Fragen und Antworten) zum Hummus

Kann ich mit Kichererbsen aus der Dose Hummus zubereiten?

Für Hummus bieten sich vor allem vorderasiatische Gewürze wie Zatar, Dukkah und Harissa an. Schmecken Sie das Ganze mit Salz und Pfeffer ab. Zitronen- oder Limettensaft sorgen für Frische. Ausgefallenere Hummus-Varianten kreieren Sie mit Minze, Granatapfel oder Zitrusfrüchten wie z.B. Grapefruit. Pistazien sorgen für das besondere Etwas.

Kann Hummus beim Abnehmen helfen?

Da Hummus viele Proteine und Ballaststoffe beinhaltet, die sättigend wirken können, eignet sich dieser Dipp als Teil eines gut abgestimmten Ernährungsplans. Versuchen Sie beispielsweise ungesunde Snacks wie Tacos oder Chips mit Hummus zu ersetzen. Auch Snacks sind letztlich nur eine Gewohnheit, die Sie „gesund aufbrechen“ können.

Wozu kann man Hummus essen?

Hummus eignet sich hervorragend als Dip für Gemüsesticks. Im vorderasiatischen Raum, also dort, wo Hummus seinen Ursprung hat, tunken die Menschen gern Ihr Pita-Brot darin ein. Auf Vorspeisenplatten tummelt sich Hummus meist neben Kibbeh, Bab Ghanoush, Fatousch und Taboulé.

Darf man Kichererbsen roh essen?

Nein. Roh dürfen Sie Kichererbsen nicht verzehren. Sie beinhalten den Giftstoff Phasin, der erst während des Kochens zerstört wird. Deshalb sollten Sie bei der Zubereitung getrockneter Kichererbsen immer auf die Anweisungen des Verkäufers achten.

Warum wird mein Hummus manchmal bitter?

Möglicherweise haben Sie zu viel Tahini an ihren Hummus gegeben. Außerdem kann es sein, dass die Kichererbsen oder das Olivenöl nicht mehr frisch waren.

Ist Hummus gesund?

Ja, da Hummus keine tierischen Erzeugnisse beinhaltet, darf er uneingeschränkt in vegane Ernährungspläne integriert werden.

Welches Öl eignet sich am besten für die Zubereitung von Hummus?

Verwenden Sie für die Zubereitung Ihres Hummus am besten Olivenöl.

Kann ich Hummus als Mahlzeitenersatz nutzen?

Hummus ist zwar sehr nährstoffreich, eignet sich aber weniger als ganze Mahlzeit, sondern eher als Beilage oder Vorspeise.

Wie bewahre ich Hummus am besten auf?

Sie haben noch Hummus übrig? Dann ab damit in den Kühlschrank, am besten in einem luftdichten Behälter. So bleibt er frisch und der Geschmack geht nicht verloren. Wenn Sie eine dünne Schicht Olivenöl auf die Oberfläche verteilen, trocknet der Hummus nicht aus. Meist hält er so 5-7 Tage im Kühlschrank und schmeckt danach noch immer hervorragend.


Tatsächlich können Sie Hummus auch einfrieren. Portionieren Sie ihn in kleinen Behältern oder Frischebeuteln, aber lassen Sie immer ein wenig Platz zum Ausdehnen. Im Gefrierfach oder -schrank hält sich der Hummus bis zu 4 Monaten. Bevor Sie ihn essen, lassen Sie ihn langsam im Kühlschrank auftauen.

Wie kann ich meinen Hummus geschmacklich variieren

Probieren Sie Hummus einmal mit geröstetem Gemüse, frischen Kräutern, Gewürzen oder sogar Früchten (z.B. Feigen).

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