BBQ Rubs – alles was Sie über Trockenmarinaden wissen müssen

Mit BBQ Rubs lassen sich Fleisch, Gemüse und vieles mehr vor dem Grillen würzen und verfeinern. Die aromatischen Gewürzkombinationen haben sich hierzulande innerhalb weniger Jahre zu einer immer beliebteren Alternative zur klassischen Marinade für Grillfleisch entwickelt. Sie verleihen Fleisch und anderen Grillspeisen einen sehr feinen, würzigen Geschmack von leicht süß bis scharf. Das Beste an BBQ Rubs: Sie sind einfach und vielfältig anwendbar und lassen sich auch selbst zubereiten. In diesem ausführlichen Ratgeber finden Sie die besten BBQ Rub Rezepte aus aller Welt und erfahren alles, was Sie über BBQ Rubs, die Zubereitung, Anwendung und Aufbewahrung wissen sollten. Und: Sie können unsere exklusiven BBQ Gewürze online kaufen.

Unsere BBQ Rubs

Classic Roast Rub


Der Classic Roast Rub mit seinen Aromen von Rauchsalz, Kokosblütenzucker, Paprika de la Vera, Zwiebeln, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Paprikaflocken, Koriander und Cumin eignet sich perfekt zum Trockenmarinieren von Fleisch aller Art. Steaks, Hähnchen und Garnelen oder Klassiker wie Pulled Pork, Spare Ribs oder Brisket – mit dem Classic Roast Rub wird das Grillgut zum Genuss. Einfach 1-3 Stunden vor dem Grillen auf das Fleisch streuen, andrücken und ruhen lassen. Tipp: Auch Kohlgemüse lässt sich mit dem Classic Roast Rub hervorragend marinieren!

Lemon Herb Rub


Mit seinen intensiven Zitrusaromen, die ihm Zitrone und Limette verleihen, eignet sich der Lemon Herb Rub hervorragend zum Marinieren von Lachs, weißfleischigem Fisch und Kalb. Auch mit Hähnchenfleisch harmoniert der Lemon Herb Rub – in Anlehnung an den italienischen Klassiker „Pollo al Limone“ (Zitronenhuhn) – hervorragend. Mindestens eine Stunde vor dem Grillen über das Fleisch streuen und andrücken. Tipp: Verwenden Sie den Lemon Herb Rub zum Marinieren von Fenchel oder grünem Spargel. Ein völlig neues Geschmackserlebnis!

Cajun Spice Louisiana


Cajun Spice ist eine der wohl bekanntesten Gewürzmischungen aus den Südstaaten Nordamerikas. Paprika, Meersalz, Pfeffer weiß, Pfeffer schwarz, Zwiebeln, Tomatenflocken, Knoblauch, Ancho Chili, Cayennepfeffer, Oregano und Thymian verleihen diesem Rub Aromen, die perfekt zu Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und sogar Gemüse passen. Insbesondere Rindersteaks und Garnelen heben Sie mit dem Cajun Spice Louisiana Rub geschmacklich auf ein neues Level. Tipp: Testen Sie Cajun Spice zum Würzen von Grill- und Ofengemüse!

Orange Ocean Rub


Süßlich-frische Aromen von Mandarine und Orange in Kombination mit Muskatblüte, Malabar Tiger Pfeffer, Salbei, Oregano und Lorbeer – ein Geschmack wie geschaffen zum Marinieren von Seafood wie Jakobsmuscheln und Garnelen und Meeresfischen. Und nicht nur das: Gleichzeitig harmoniert der Orange Ocean Rub auch mit Wild, Wildgeflügel, Kalbsfleisch und Ente und sogar mit Gemüse wie weißem Spargel oder Blumenkohl vom Grill. Ein Spezialist, der auch als Allrounder performt! Idealerweise einige Stunden vor dem Grillen großzügig auf das Gargut streuen und andrücken.

Smokey Sensation Rub


Wer’s rauchig mag, liebt den Smokey Sensation Rub! Zucker, Zwiebeln, Pfeffer und Salz – allesamt geräuchert – in Kombination und perfekt abgestimmt mit der Kräuterwürze von Oregano und Lorbeer, sowie den kernig-warmen Noten von Schwarzkümmel und Cumin. Besonders geeignet für Grillklassiker vom Schwein wie Spareribs und Pulled Pork aber auch für Brisket und Steak. Eine wahre rauchige Sensation!

Magic Dust Rub


Milde Schärfe sowie eine süße und salzige Komponente machen den Magic Dust Rub zum wohl bekanntesten BBQ Rub der Welt. Dafür sorgen gemahlene Paprika, schwarzer Pfeffer, Senf, Oregano, Kreuzkümmel, getrockneter Knoblauch, Sellerie und über Mesquite Holz geräucherte Jalapenos. Wir haben den Magic Dust Rub, eine Erfindung von Grillikone Mike Mills, auch bekannt als „The Legend“, neu interpretiert. So, dass er sich perfekt zum Marinieren von Spareribs, Pulled Pork, Huhn und Garnelen, gleichzeitig aber auch zu Grillkäse und Gemüse wie Mais- und Kartoffelecken passt.

Jamaican Jerk Rub


Der Jamaican Jerk Rub, eines der meistgenutzten und bekanntesten Grillgewürze der Welt, steht stellvertretend für die Barbecue-Kultur Jamaicas. Charakteristisch ist eine angenehme, lang anhaltende Schärfe, die den Aromen von Rohrzucker und Salz gegenübersteht. Hinzu kommen Piment, Gewürznelken, weicher Ceylon Zimt, holzig-würzige Muskatnuss, Paprika, schwarzer Pfeffer, Schinusbeeren, Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln und Thymian sowie Habanero Chilis. Perfekt geeignet zum Marinieren von Hühner- oder Schweinefleisch, harmoniert aber ebenso gut mit Meeresfrüchten und sogar Gemüse.

Crusty Herb Rub


Sie lieben Kräuter? Dann seien Sie gewarnt – für Sie birgt unser Crusty Herb Rub Suchtpotenzial! Salzpyramiden aus Indien, sorgsam ausgewählte Kräuter, Fenchelsaat, grüner Pfeffer, Knoblauch und Lavendel lassen auf Grillfleisch wie Lamm, Zicklein, Wildfleisch und Schwein eine intensiv-aromatische Kräuterkruste entstehen. Auch mediterranes Gemüse wie Zucchini und Aubergine wertet der Crusty Herb Rub noch einmal auf. Mindestens eine Stunde vor dem Grillen großzügig aufstreuen, gut andrücken, fertig!

Wild Juniper Pepper Rub

Wild und Waldgerichte sowie Knollengemüse – dafür haben wir den Wild Juniper Pepper Rub konzipiert. Dabei wird die Basis aus Wacholder und Pfeffer ergänzt um die Aromen von rosa Schinusbeeren, Hibiskusblüten, Salbei und Meersalz ergänzt, sodass sich dieser exklusive Rub auch zum Marinieren von Rind, Lamm, Kalb und Lachs sowie zu Wurzelgemüse, Waldpilzen und gebratenen Kartoffeln eignet. Der blumige Duft des Waldes, eingefangen in einer perfekt abgestimmten, außergewöhnlichen Grillgewürzmischung!

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Was ist ein BBQ Rub?

Ein BBQ Rub ist eine Gewürzmischung, mit der Fleisch, Fisch oder Gemüse vor dem Grillen trocken gewürzt wird. Der Name Rub stammt vom englischen “to rub” und bedeutet übersetzt “einreiben”. Das heißt, das Fleisch wird mit der Würzmischung eingerieben.

Die wichtigsten Zutaten von BBQ Rubs sind verschiedene Gewürze und/ oder Kräuter sowie Salz und Zucker in unterschiedlichen Kombinationen. Anders als bei einer klassischen Marinade werden die Gewürze bei einem BBQ Rub nicht mit Öl, Buttermilch, Wein oder einer anderen Flüssigkeit verrührt und das Fleisch in diese Marinade eingelegt. Die Gewürzmischung wird beim klassischen „Rubben“ komplett trocken in das Fleisch einmassiert oder auf das Fleisch gedrückt.

Um die Aromen optimal zu übertragen, empfiehlt es sich das Fleisch nach dem “Rubben” zu vakuumieren. Im Vakuumbeutel können die Aromen besonders gut einziehen. Natürlich lässt sich das Fleisch auch ohne Vakuumierer hervorragend grundaromatisieren.

Ein Rub ist eine Trockenmarinade. Somit haben BBQ Rubs den Vorteil, dass Sie die trockene Gewürzmischung in einem dicht schließenden Glas oder einem Streuer problemlos über eine längere Zeit aufbewahren können.

 

BBQ Rubs sind eine sehr beliebte Abwechslung zur klassischen Marinade für Grillfleisch. Durch die trockene Kombination verschiedener Gewürze können Sie Ihr Grillfleisch, Fisch und Gemüse optimal würzen und einen neuen Lieblingsgeschmack kreieren. Wenn Sie den Gewürzmischungen Ihres BBQ Rub genügend Zeit lassen, werden die Aromen in das Fleisch einziehen, ihm ihren eigenen Geschmack verleihen und eine aromatische Kruste bilden. Hierbei gilt: Je länger der BBQ Rub ins Fleisch einziehen kann, umso intensiver werden Sie die Aromen nach dem Grillen erleben. Dennoch heißt es nicht zwingend ‚viel hilft viel‘. Schon nach wenigen Stunden kann ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. Einige Rubs eignen sich auch für eine Zugabe unmittelbar vor oder während des Garprozesses. So erhalten Sie eine wunderbar würzige Kruste auch ohne stundenlanges Trockenmarinieren!

Ganz egal ob vor, während oder nach dem Garen angewandt – heute sind BBQ Rubs bei einem Barbecue nicht mehr wegzudenken und elementarer Bestandteil der Grillkultur.

Wie wird ein BBQ Rub zubereitet?

BBQ Rubs bestehen praktisch immer aus mehreren Zutaten, die, mit Bedacht kombiniert, eine ausgewogene Geschmackskomposition ergeben. Ein BBQ Rub kann aus nur einer Handvoll, aber auch aus mehr als 25 verschiedenen Gewürzen bestehen. Zu den Basiskomponenten eines BBQ Rubs gehören häufig Salz, Paprika oder auch getrockneter Senf und Zucker. Der Zucker karamellisiert beim Grillen, verleiht dem fertigen Grillgut eine leicht süßliche Note und ist gemeinsam mit dem Salz für eine würzige Kruste zuständig. Weitere Bestandteile sind sorgfältig abgestimmte Mischungen aus verschiedenen Gewürzen und Kräutern.

Bei der Zubereitung von BBQ Rubs sollte je nach späterem Zweck der Mischung auf den Mahlgrad geachtet werden. Mörser sind zum Zerkleinern der gröberen Bestandteile ideal. Alternativ kann eine gute Gewürzmühle, eingestellt auf mittlerer Stufe, das gewünschte Ergebnis erreichen. Notfalls kann das Zerkleinern auch in einer kleinen Kaffeemaschine funktionieren, die Sie dann aber nur noch zum Mahlen von Gewürzen verwenden sollten. Als weitere Alternative zum Zerkleinern können Sie auch einen leistungsfähigen Standmixer, gegebenenfalls einen Stabmixer oder einen Thermomix verwenden.


Die trockenen Gewürzmischungen haften nicht sehr gut auf dem Fleisch. Für eine bessere Haftung und eine gleichmäßigere Verteilung der Gewürze können Sie das Grillgut bei Bedarf und je nach Geschmack mit etwas Wasser befeuchten oder mit ein wenig Öl, etwas Honig oder Senf einreiben. Welche Basis Sie verwenden, hängt davon ab, mit welchem Rub Sie welches Fleisch würzen möchten. So lässt sich eine Lammkeule zum Beispiel hervorragend mit Senf und dem ‚Crusty Herb Rub‘ aus der Gewürzmühle würzen. Das Befeuchten mit Wasser gelingt ganz einfach mit den Händen. Befeuchten Sie Ihre Hände mit Wasser und tupfen Sie das Fleisch mit den Händen ab. Zum Auftragen der anderen Grundlagen benutzen Sie am besten einen Pinsel. Mit den Händen geht es aber auch.

Wie verwendet man BBQ Rubs?

Grillgut können Sie mit einem BBQ Rub grundsätzlich auf zwei verschiedenen Arten würzen. Die eine Möglichkeit besteht darin, das Grillgut unmittelbar vor dem Grillen mit der Gewürzmischung einzureiben – ähnlich wie beim Würzen mit Salz, Pfeffer oder Paprika. Alternativ können Sie die Gewürzmischung einige Zeit vor dem Grillen in das Fleisch einmassieren und es anschließend für mindestens 30 Minuten ruhen zu lassen. Idealerweise ruht das gewürzte Fleisch einige Stunden oder sogar über Nacht. Sie können das Grillgut am Vortag zubereiten und dann für 24 Stunden im Kühlschrank fertig gewürzt ruhen lassen. Wenn Sie einen BBQ Rub als Trockenmarinade verwenden, haben sich die folgenden Einwirkzeiten bewährt:

• Garnelen, Langusten und andere Meeresfrüchte: ca. 10 bis 20 Minuten
• Hähnchenbrustfilet, Fischfilet und ähnliches: min. 30 bis ca. 60 Minuten
• Koteletts, Schnitzel und Steak: min. 1 bis ca. 3 Stunden
• Hähnchenschenkel, Rippchen, halbes/ ganzes Hähnchen: min. 4 bis ca. 12 Stunden
• Schweineschulter, Rinderbrust oder Truthahn: min. 12 bis ca. 24 Stunden

Je dicker das Grillgut ist, umso mehr Zeit sollten Sie einplanen die Gewürze einziehen zu lassen.
Tipp: Wenn Sie noch nie mit BBQ Rubs gewürzt haben, sollten Sie sich langsam an die für Ihren Geschmack optimale Gewürzmischung und Gewürzmenge herantasten. Würzen Sie Ihr Fleisch am Anfang etwas vorsichtiger und steigern Sie die Menge und die Anzahl der Gewürze nach und nach.

BBQ Rubs selber machen – so geht es

Die bequemste Art an ein BBQ Rub zu kommen, ist einen zu kaufen. Es gibt zahlreiche Mischungen für jeden Geschmack und jedes Gargut. Die fertigen Mischungen aus der Gewürzmühle sind bewährt und geschmacklich sehr ausgewogen. Zudem hat ein fertiger Rub den Vorteil, dass sie nicht verschiedene Einzelzutaten, sondern lediglich ein Gewürz benötigen.

Sollten Sie dennoch Lust haben einen eigenen BBQ Rub herzustellen, reichen für die Zusammenstellung einiger ‚Basisrubs‘ oft ein paar Zutaten. Beispielsweise Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, brauner Zucker und Paprika. Mischen Sie diese 4 Zutaten zu gleichen Teilen. Fertig ist Ihr erster Rub. Einfache Variationen lassen sich durch die Verwendung verschiedener Paprika-Geschmacksrichtungen wie Rosen, edelsüß oder geräuchertes Paprika kreieren. Die Herstellung von BBQ Rubs ist im Prinzip ein einziges großes Experiment und Sie können jeden Rub auf unzählige verschiedene Weisen verändern.

Profis verwenden für die Herstellung ihrer Rubs beispielsweise die folgenden Gewürze und Kräuter:
Feines & grobes Salz, Selleriesalz, braunen & weißen Zucker, Rohrzucker, schwarzen Pfeffer, bunte Pfefferkörner, Cayennepfeffer, Chilipulver, Chiliflocken, geröstete Erdnüsse, Paprikapulver (Edelsüß, Rosen, geräuchert), Knoblauchzehen, Knoblauchpulver, Knoblauchgranulat, Koriander, Rosmarin, Ingwer, Thymian, Basilikum, Fenchel, Kreuzkümmel, Kurkuma, Lorbeerblätter, Muskatnusspulver, Nelken, Oregano, Petersilie, Piment, Salbei, Senfkörner, Kardamom, Annatto Samen, Sternanis, Zwiebelpulver, Zwiebelgranulat, Kaffeebohnen, Espressobohnen, Zimt gemahlen und Zimtstange.

Eine erste Orientierung bei der Kreation Ihrer eigenen BBQ Rubs bieten die 4 Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter. Eine häufig verwendete Basis für ein BBQ Rub sind Pfeffer, Salz oder Zucker. Wenn Sie Zucker in Ihren BBQ Rubs verwenden, werden Sie nach dem Grillen eine feine, karamellisierte Kruste auf dem Grillgut erhalten. Beginnen Sie zunächst – wie bereits erwähnt – mit ein paar Gewürzen und/ oder Kräutern und orientieren Sie sich an bewährten BBQ Rub Rezepten, die Sie im Laufe der Zeit ganz nach Ihrem Geschmack abwandeln und verändern. Um Ihnen eine Vorstellung zu geben, was Sie mit welchem Gewürz machen können, haben wir in den folgenden Abschnitten ein paar Informationen zu den wichtigsten BBQ Rub Gewürzen zusammengestellt.

Wichtige Gewürze für BBQ Rubs

Wenn Sie Zutaten für Ihre BBQ-Rubs kaufen, dann entscheiden Sie sich für hochwertige Gewürze. Achten Sie immer auf Qualität. Die meisten Gewürze erhalten Sie gemahlen. Wir empfehlen ungemahlene Gewürze zu kaufen. Pulver verlieren häufig an Aroma und sind ausgedampft. Ganze Gewürze können sie nach Bedarf rösten und frisch Mörsern. So können sie auch den gewünschten Mahlgrad selber bestimmen.
Beispiel Pfeffer: Bei ganzen Pfefferkörnern lässt sich das Aroma intensivieren, indem Sie sie vor dem Mahlen oder Zerkleinern kurz in einer heißen Pfanne rösten. Anschließend sollten die Körner kurz auskühlen, bevor sie grob oder fein gemörsert werden.

Piment

Seinen Namen verdankt dieses Gewürz einem Irrtum von Christopher Columbus. Kolumbus hat die kleinen rötlich-braunen Pimentbeeren für Pfeffer gehalten. Und der spanische Begriff für Pfeffer ist “Pimienta”. Darum heißt Piment heute Piment, obwohl es kein Pfeffer ist. Piment ist eines der wahrscheinlich am weitesten verbreiteten Gewürze der Welt. Es wird in vielen Gerichten und Küchenkulturen verwendet. So ist es beispielsweise eine der Grundzutaten für die jamaikanische Jerk-Gewürzmischung und darf im mexikanischen Chili con Carne nicht fehlen. Vom Nahen Osten bis in die Karibik wird das Gewürz wegen seines würzigen und leicht süßlichen Geschmacks sehr geschätzt. Piment eignet sich ausgezeichnet für eine Kombination mit Muskatnuss, Lorbeer, Zimt, Ingwer, Nelken und nicht zuletzt Pfeffer.

Gewürznelken

Gewürznelken sind mehr als ein weihnachtliches Gewürz für Rotkohl zur gebratenen Ente. Nelken sind beispielsweise in vielen BBQ Saucen, Chili con Carne und sogar einigen Ketchup-Sorten zu finden. Pure Gewürznelken sind sehr intensiv im Geschmack. Das Aroma kann als leicht brennend und sehr würzig mit einer leichten süßlichen Note wahrgenommen werden. Gewürznelken sollten Sie sehr sparsam verwenden und sich langsam an die für Ihren Geschmack optimale Menge herantasten. Richtig verwendet verleihen Nelken einer Mischung eine besondere Frische und Spannung.

Kardamom

Kardamom ist hierzulande ein sehr beliebtes Gewürz und findet insbesondere in der Weihnachtsbäckerei Anwendung. Doch das exotische Gewürz mit seinem einzigartigen ätherisch-frischem, leicht süßen Aroma kann noch viel mehr. Es ist weltweit eines der ältesten, hochwertigsten und am häufigsten verwendeten Gewürze. Die einzigartig frische Note eignet sich hervorragend zum Würzen von Grillsaucen, Marinaden und BBQ Rubs.

Koriandersamen

Koriandersamen haben von Natur aus einen herb-würzigen Geschmack mit Zitrusnote, der hervorragend zu vielen BBQ Rubs passt. Durch Rösten entwickeln die Samen zusätzlich nussige Aromen und werden noch etwas aromatischer. Mit gerösteten Koriandersamen verleihen Sie dem Gargut einen sehr interessanten Geschmack. Vom Koriander werden im übrigen sowohl die Samen als auch das Kraut geerntet. Bei den Samen handelt es sich um Früchte – genauer um Spaltfrüchte.

Kreuzkümmel

Das Aroma von Kreuzkümmel ist nicht mit dem Aroma von herkömmlichem, hierzulande oft in Wurstwaren verarbeiteten Kümmel zu vergleichen. Kreuzkümmel ist ein sehr beliebtes Gewürz in der orientalischen, afrikanischen und indischen Küche. BBQ Rubs, Marinaden und Grillsaucen erhalten durch eine kleine Menge Kreuzkümmel ein unverwechselbares Aroma. Ideale Begleiter für Kreuzkümmel sind Ingwer, Knoblauch, Koriander und Kurkuma. Kreuzkümmel sollten Sie vorsichtig dosieren, da der Geschmack sonst schnell dominant wird und andere Aromen überdeckt. Kreuzkümmel lässt sich wie Koriandersamen ebenfalls rösten und nach dem Abkühlen im Mörser zerstoßen, bevor Sie ihn unter Ihren BBQ Rub mischen.

Senfkörner

Senfkörner lassen sich frisch gemahlen oder frisch grob zerstoßen für Ihre BBQ Rubs verwenden. Unabhängig von der Verarbeitungsform liefern Senfkörner eine milde bis kräftige Schärfe beispielsweise für einen typischen Pastrami BBQ Rub. Helle, gelbe Senfkörner sind milder im Geschmack. Deutlich schärfer sind braune oder schwarze Senfkörner. Typisch ist auch die einem Rettich sehr ähnliche, leicht nussige Note der Senfkörner. Das in den Körnern enthaltene Glykosid Sinalbin ist für die Schärfe verantwortlich. Die Schärfe entwickelt sich erst, wenn die gemahlenen oder zerstoßenen Körner im Mund mit Wasser oder Essig in Berührung kommen.

Paprikapulver

Sie werden nur wenige BBQ Rubs finden, in denen kein Paprikapulver verarbeitet wurde. Neben Pfeffer und Salz ist Paprikapulver bei vielen Rubs und BBQ Saucen eine wesentliche und wichtige Zutat. Das weltweit sehr beliebte Gewürz erhalten Sie in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von süßlich mild bis hin zu herb und scharf. Edelsüßes Paprika hat einen sehr milden, dezenten Geschmack. Rosenpaprika ist eher pikant, ist jedoch im Vergleich zu den meisten Chilis sehr weit unten auf der Scoville Skala zu finden. Einen interessanten Geschmack hat das häufig für Rubs verwendet geräucherte Paprikapulver. Mit geräucherter Paprika, haben Gasgriller zudem die Möglichkeit auch ohne Kohle etwas ‚echten‘ Barbecuegeschmack in ihr Gericht zu bringen.

Chili

Es gibt unzählige verschiedene Chilis, die sich für die Verwendung in einem BBQ Rub eignen. Von mild und warm-würzig über fruchtig-pikant, bis hin zu beißend-scharf ist die Schote in vielen Geschmäckern und Farben zu finden. Je nachdem wie Sie zu Schärfe stehen, können Chilis eine absolute Bereicherung für einen BBQ Rub sein. Wir empfehlen milde Varianten wie eine Ancho Chili hierbei ebenso wie eine geräucherte Jalapeno (Chipotle) Chili. Chilis mit besonders hellen, fruchtigen Noten, wie die gelbe Amazonas Chili, begleiten Insbesondere helles Fleisch und Fisch ganz hervorragend.

Salz

Salz ist zwar genaugenommen kein Gewürz, gehört aber unbedingt zu den wichtigsten Grundzutaten eines Barbecuerubs. Bei der Verwendung von Salz stellt sich natürlich die Frage nach der richtigen Menge. Auch wenn diese auch von Ihrem persönlichen Geschmack abhängt, kann als Richtwert ca. 10-15 Gramm Salz auf ein Kilogramm Fleisch einkalkuliert werden. Wenn Sie also ca. 30-50 Gramm BBQ Rub auf ein kg Fleisch verwenden, sollte maximal ein Drittel ihres Rubs aus Salz bestehen. Zudem sollte beim Salz darauf geachtet werden eine trockene Variante ohne Restfeuchte, wie Sie häufig bei Salzflocken zu finden ist, zu verwenden. Feuchte Salze können im BBQ Rub die Bildung von ungewünschten Klümpchen verursachen.

Zucker

Auch Zucker ist strenggenommen nicht als Gewürz einzustufen, aber im Zusammenhang mit BBQ Rubs eine häufig verwendete Zutat. Zucker ist gemeinsam mit Salz nicht nur für die Bildung einer Kruste zuständig. Er karamellisiert, durchläuft die sogenannte Maillardreaktion und steuert so eine wunderbar röstig-süße Note bei. Hinsichtlich der zu verwendenden Mengen im BBQ Rub verhält es sich mit dem Zucker ähnlich wie beim Salz. Maximal ein Drittel des Gewichts sollte aus Zucker bestehen.

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Die besten BBQ Rubs aus aller Welt zum Selbermachen

In den folgenden Abschnitten haben wir 6 der beliebtesten BBQ Rubs Rezepte zusammengestellt. Unsere kulinarische Reise beginnt in den USA, in Kansas City.

Kansas City BBQ Rib Rub

Es ist bis heute auch noch nicht ganz geklärt, woher der Begriff Barbecue überhaupt stammt. Bekannt ist nur, dass die spanischen Konquistadoren diesen Ausdruck verwendet haben, um die Methode der Einheimischen, Fleisch und andere Lebensmittel langsam über einem Holzfeuer zu garen, zu beschreiben.

BBQ ist nicht gleich BBQ. Heute werden die 4 Hauptstile des BBQ nach ihrem Herkunftsort benannt. Die wichtigsten BBQ Stile stammen aus Memphis, Texas, Kansas City und North Carolina. In Kansas City werden in der Hauptsache Rippchen, die vor dem Grillen mit einem BBQ Rub eingerieben wurden, serviert. Typisch für Kansas City Ribs ist die dickflüssige, rotbraune Soße, die immer serviert wird. Basis für diese Soße sind Tomaten oder ganz einfach Ketchup.

Mehr als 100 Grillrestaurants verwöhnen in Kansas City heute die Gaumen von BBQ Freunden aus aller Welt. Auch die jährlichen Grillweltmeisterschaften finden jedes Jahr im Herbst in Kansas City statt. Es heißt, dass der Kansas City BBQ Rub für diese Weltmeisterschaft kreiert wurde. Eine der Hauptzutaten dieses außergewöhnlichen BBQ Rubs ist brauner Zucker. Der den Kansas Rippchen ihre typische süße Karamellnote verleiht. Die übrigen Zutaten variieren bei Kansas City BBQ Rib Rubs erheblich. Einige enthalten Senf, Thymian, Kreuzkümmel oder Nelken und Oregano. Andere wiederum setzen mehr auf Zwiebel- und Knoblauchpulver oder auch dominante pfeffrige Noten.

Zutaten für einen Kansas City BBQ Rib Rub:

  • 8 EL brauner Zucker
  • 4 EL Paprikapulver
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 EL Zwiebelpulver
  • 1 EL Knoblauchpulver
  • 1 EL Salz
  • 1 EL schwarzer Pfeffer

 

Zubereitung Kansas City BBQ Rib Rub:

Auch die Zubereitung dieses BBQ Rub ist sehr einfach. Sie müssen lediglich alle Zutaten gut miteinander vermischen. Beispielsweise in einem Glas mit Schraubdeckel oder einer Kunststoffdose mit Deckel. Das Fleisch bestreuen Sie großzügig mit diesem Rub. Nach dem Einmassieren des BBQ Rub sollten Sie das Fleisch am besten über Nacht ruhen lassen, bevor Sie es auf den Grill legen.

Der Kansas City BBQ Rib Rub ist nicht nur perfekt für Spareribs. Auch Koteletts, Nackensteaks vom Schwein oder einer Bacon Bomb verleihen Sie mit diesem BBQ Rub eine besondere Note.

Jamaican Jerk BBQ Rub

Wenn Sie eine vielseitige, exotische Gewürzmischung suchen, die Sie für Fleisch, Fisch oder Gemüse verwenden können, dann ist der Jamaican Jerk BBQ Rub einen Versuch wert. Dieser aus der kreolischen Küche stammende Rub ist würzig und verleiht dem Grillgut eine sehr exotische Note. Damit würzen Sie Schweinefleisch, Hühnchen und Gemüse wie in der Karibik. Wenn Sie etwas Öl hinzugeben, dann wird der Jamaican Jerk BBQ Rub im Handumdrehen zu einer köstlichen Marinade.

Jerk Chicken & Jerk Pork kennt jeder Jamaikaner und jeder, der einmal Urlaub auf der Karibikinsel gemacht hat. Diese Gerichte finden Sie praktisch an jeder Straßenecke. Typische Gewürze sind Pfeffer, Muskat, Zimt und verschiedene Kräuter. Zusammen auf mit dem aromatischen Rauch von Piment- und Süßholz ergibt sich eine einzigartige Geschmackskomposition, die Sie unbedingt einmal ausprobieren sollten. Abgerundet wird der jamaikanische Grillabend mit einem Red Stripe, dem typisch jamaikanischen Bier.

Zutaten für einen Jamaican Jerk BBQ Rub:

  • 1 EL Knoblauchpulver
  • 1 EL Zwiebelpulver
  • 1 EL Ingwerpulver
  • 1 EL grobes Salz
  • 1 EL Rohrzucker, dunkel
  • 1 EL Petersilie, getrocknet
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Paprikapulver, geräuchert
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL Piment, gemahlen
  • 1 TL Thymian, getrocknet
  • ½ TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • ½ TL Chilipulver
  • ½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • ½ TL Muskat, gemahlen
  • ¼ TL Zimt, gemahlen

Zubereitung Jamaican Jerk BBQ Rub:

Trotz der vielen Zutaten ist die Zubereitung des Jamaican Jerk BBQ Rub ganz einfach. Perfekt geeignet ist ein Blitzhacker, mit dem Sie alle Zutaten mischen. Von diesem Rub lässt sich gut ein kleiner Vorrat anlegen. In einem dicht schließenden Behälter und an einem kühlen, dunklen Ort gelagert, hält sich dieser BBQ Rub problemlos mehrere Monate.

Texas BBQ Rub

Der Texas BBQ Rub führt uns in den Süden der USA an die Golfküste. Neben saftigen Rindersteaks in fast jeder beliebigen Größe ist Texas bekannt für seine Country-Kultur und sein wirklich außergewöhnliches Barbecue. Die nur rund 15.000 Einwohner zählende Kleinstadt Lockhart gilt allgemein als Barbecue Hauptstadt des Lone Star State der USA. Wer Fleisch vom Rind in jeder Form liebt, der ist hier genau richtig. Ob saftiges Steak, knusprige Rippchen oder einen zarten Braten, in Lockhart bleibt kaum ein BBQ Wunsch ungehört.
Mittlerweile wird aber nicht mehr nur Rind in Texas beim Barbecue raffiniert zubereitet. Andere Fleischsorten sind heute fast genauso beliebt. Immer neue Grillideen werden auf den zahlreichen Barbecue Wettbewerben präsentiert. Der Texas BBQ Rub ist wegen des Chipotle Chili vergleichsweise scharf. Er verleiht Ihrem Fleisch aber den typischen Texas BBQ-Geschmack. Dieser Rub ist perfekt für Rinderbrust.

Zutaten für einen Texas BBQ Rub:

  • 5 EL grobes Meersalz
  • 5 EL Paprikapulver
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 EL schwarze Pfefferkörner
  • 1 Chipotle Chili ohne Kerne, getrocknet
  • 1 EL Koriander
  • 1 EL gelbe Senfkörner
  • 1 EL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 EL Knoblauchpulver
  • 1 EL Zwiebelpulver
  • 1 EL Petersilie, getrocknet
  • 1 TL Oregano, getrocknet

Zubereitung Texas BBQ Rub:

Rösten Sie zunächst die Senfkörner, Koriander, Chili und Pfeffer. Lassen Sie die Gewürze abkühlen und zerstoßen Sie sie dann in einem Mörser. Mischen Sie die zerkleinerten Gewürze gründlich mit allen anderen Zutaten. Streuen Sie die fertige Mischung gleichmäßig über das Fleisch und drücken Sie sie gut an.

Memphis BBQ Rub

Memphis. Allein der Name dieser Stadt ist Musik in den Ohren. Memphis, das klingt nach Musik, nach Rock n’ Roll und Blues. In dieser Stadt ist Elvis groß geworden. Hier wurden seine ersten Platten aufgenommen. Und heute noch pilgern jedes Jahr 100.000 Fans nach Graceland, dem ehemaligen Wohnsitz von Elvis. Die Musik ist aber nur eine Seite von Memphis. Die andere, nicht weniger bekannte ist das Barbecue. Memphis gilt als Hauptstadt des Barbecues. Hier findet alljährlich die wichtigste Grillweltmeisterschaft, der World Championship Barbecue Cooking Contest mit Profi- und Amateurgrillern aus aller Welt statt. All dies verkörpert der Memphis Rub. Dieser BBQ Rub ist perfekt für Rippchen ohne Soße. Alternativ passen aber auch eine süße Tomatensoße und ein würziger Krautsalat zum Grillfleisch.

Der Memphis BBQ Rub verleiht dem Fleisch einen kräftigeren Geschmack und bildet durch den Zucker eine köstliche Kruste. Wenn Sie Ihr Fleisch nach dem Grillen mit einer Soße genießen möchten, würzen Sie das Fleisch vor dem Grillen mit dem Rub und pinseln es in den letzten Minuten auf dem Grill mit der Sauce ein. Der Memphis Rub eignet sich für Spareribs, Holzfällersteaks, Nackensteaks und mehr.

Zutaten für einen Memphis BBQ Rub:

  • 12 EL brauner Zucker
  • 12 EL weißer Zucker
  • 6 EL American Paprika
  • 4 EL Knoblauchpulver
  • 2 EL schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Ingwerpulver
  • 2 EL Zwiebelpulver
  • 2 TL Rosmarinpulver

Zubereitung Memphis BBQ Rub:

Geben Sie alle Gewürze für den Memphis Rub in eine ausreichend große Schüssel und vermischen Sie sie gründlich miteinander. Klumpigen Zucker zerbröseln Sie am besten sorgfältig. Da in diesem Rub kein Salz enthalten ist, tragen Sie die Würzmischung idealerweise mindestens 12 Stunden vor dem Grillen auf und lassen sie einziehen. Damit der Rub eventuell besser hält, können Sie das Fleisch zunächst dünn mit Senf einreiben. In den meisten Fällen genügt es jedoch, wenn Sie Ihre Hände vor dem Würzen befeuchten und das Fleisch abtupfen. Egal wie Sie es machen: Sie sollten das Fleisch großzügig mit dem Rub bestreuen und die Gewürzmischung sorgfältig einmassieren.

Nordafrikanischer Rub

Scharf, würzig und aromatisch: Tabil ist eine einfache Gewürzmischung aus Tunesien. Sie verleiht fast jedem gegrillten Fisch, Huhn oder Fleisch einen komplexen, erdigen Geschmack.

Zutaten für einen Nordafrikanischen Rub:

  • 2 EL Koriandersamen
  • 2 EL Kreuzkümmelsamen
  • 2 EL Kümmel
  • 2 EL scharfe Paprikaflocken
  • 2 EL grobes Salz

Zubereitung Nordafrikanischer Rub:

Koriander-, Kreuzkümmel- und Kümmelsamen in eine trockene Pfanne geben und bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten rösten, bis sie duften, dabei die Pfanne schütteln, um ein gleichmäßiges Garen zu gewährleisten (keine antihaftbeschichtete Pfanne verwenden). Die gerösteten Samen in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Die geröstete Samenmischung in eine Gewürzmühle oder eine saubere Kaffeemühle geben, die scharfen Paprikaflocken und das Salz hinzufügen und zu einem feinen Pulver mahlen. Das Rub kann in einem luftdicht verschlossenen Gefäß vor Hitze und Licht geschützt mindestens 6 Monate aufbewahrt werden. Dies ergibt eine Menge für 3 bis 4 Pfund Fleisch, Geflügel oder Meeresfrüchte.

Indian Rub

Garam Masala ist die am weitesten verbreitete Gewürzmischung Indiens. Es gibt fast so viele Rezepte, wie es indische Köche gibt. Sie können eine kommerzielle Mischung auf einem indischen Markt kaufen, aber die meisten Haushalte und Restaurants machen ihre eigene. Die dominierenden Aromen von Garam Masala sind Kreuzkümmel, Koriander, schwarzer Pfeffer sowie grüner und schwarzer Kardamom. Schwarzer Kardamom ist eine große, mandelförmige schwarze Schote mit einem reichhaltigen, aromatischen, rauchigen Geschmack. Garam Masala ist ein wichtiger Würzstoff in indischen Tandoori-Marinaden. Stellen Sie alle paar Monate eine Charge her und halten Sie einige auf Vorrat.

Zutaten für einen Indian Rub:

  • 3 EL Kreuzkümmelsamen
  • 3 EL Koriandersamen
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 2 EL grüne Kardamomschoten
  • 1 EL schwarze Kardamomschoten
  • 1 Zimtstange (ca. 5 Zentimeter)
  • ½ Muskatnuss
  • 2 Lorbeerblätter
  • ½ EL Muskatblüte
  • ½ EL ganze Nelken
  • 1 EL gemahlener Ingwer

Zubereitung Indian Rub:

Kreuzkümmel, Koriandersamen, Pfefferkörner, grüne und schwarze Kardamomkapseln, Zimtstange, Muskatnuss, Lorbeerblätter, Muskatblüte und Nelken in einer trockenen Pfanne vermischen (keine antihaftbeschichtete Pfanne verwenden). Die Gewürze bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten lang rösten, bis sie leicht geröstet sind und duften, dabei die Pfanne schütteln, damit sie gleichmäßig garen. Die gerösteten Gewürze in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Die Gewürzmischung in einem Mörser mit einem Stößel, in einer Gewürzmühle oder sauberen Kaffeemühle zu einem feinen Pulver mahlen. Die Gewürzmischung in ein Glas geben, den Ingwer hinzufügen, den Deckel luftdicht verschließen und schütteln, um sie zu vermischen. Der Indian Rub kann mindestens 6 Monate lang vor Hitze und Licht geschützt aufbewahrt werden.

BBQ Rubs aufbewahren

Da Rubs trocken zubereitet werden, können Sie die fertigen Gewürzmischungen problemlos für eine längere Zeit aufbewahren. Wenn Sie eine größere Menge Ihres Lieblings-BBQ-Rubs zubereitet haben, füllen Sie ihn in einen dicht schließenden Gewürzstreuer oder ein Vorratsglas. Für die Lagerung ist ein kühler und dunkler Ort optimal. Auf einem Würzregal über dem Herd sollten Sie Ihre BBQ Rubs nicht aufbewahren. Die Wärme des Herds beeinträchtigt sehr schnell die Qualität der Würzmischung. Der Kühlschrank ist aber auch nicht geeignet.

Wenn der Vorratsbehälter nicht ganz dicht schließt, ist es möglich, dass die einzelnen Gewürze im Laufe der Zeit etwas verklumpen. Falls dies passiert, trocknen Sie ein paar Reiskörner in einer trockenen Pfanne kurz vollständig und geben diese anschließend in die Gewürzmischung. Die trocknen Körner entziehen der Gewürzmischung die überschüssige Feuchtigkeit. Trockenmittel, die Sie in Papiertütchen verpackt von innen unter dem Deckel kleben, nehmen die überschüssige Feuchtigkeit ebenfalls auf. Trockenmittel erhalten Sie beispielsweise in Drogerien. Allgemein können Sie davon ausgehen, dass Sie eine fertige BBQ Rub Gewürzmischung für rund ein Jahr aufbewahren können, ohne dass die Qualität spürbar leidet.

Rezept: Spareribs mit Magic Dust und Barbecueglasur

Zubereitung für 4 Personen:

  • 4 Ketten Spareribs ca. 1,5 kg
  • 60 g Magic Dust Rub
  • 1 l Apfelsaft
  • 1 Sweet & Spicy
  • Flasche Barbecuesoße

 

Zubereitung:

Vorbereitung Spareribs:

Die Silberhaut von der Unterseite der Rippen entfernen. Danach den Magic Dust gleichmäßig auf den Spareribs verteilen, gut andrücken und für mindestens 2-3 Stunden (besser über Nacht) einziehen lassen.

Optional: Damit die Gewürzmischung noch besser einziehen kann, empfiehlt es sich, die Rippchen zu vakuumieren.
Nun den Grill für indirektes Grillen bei ca. 130 °C vorbereiten.

Tipp: Räucherchips sorgen für einen intensiveren Rauchgeschmack. Dazu können Apfelholzchips, die für 30 Minuten in Rum gewässert wurden, verwendet werden.

Phase 1: 3 Stunden räuchern

Die Spareribs bei 130 °C bei geschlossenem Grill im Rauch für 3 Stunden garen. Dabei entsteht der typische Barbecuegeschmack. Nicht wundern – durch den Räuchervorgang färbt sich das Fleisch rötlich.

Phase 2: 2 Stunden dämpfen

Nun müssen die Ribs bei etwas höherer Hitze 2 Stunden gedämpft werden. Dadurch werden die Rippchen besonders zart. Es gibt verschiedene Methoden die 3-2-1 Ribs zu dämpfen.
1. Methode: Spareribs mit Apfelsaft in Alufolie wickeln
2. Methode: Apfelsaft in ein Ofenblech mit Gitteraufsatz gießen und alles mit Alufolie abdecken
3. Methode: Rippchen im Ofen dämpfen

Phase 3: 30 Minuten – 1 Stunde Lack!

Nun die 3-2-1 Ribs vorsichtig aus der Alufolie nehmen und in den indirekten Grillbereich des Grills legen. Die Oberseite der Rippchen mit der Sweet & Spicy Barbecuesoße aus der Gewürzmühle mit einem Pinsel bestreichen und den Deckel des Grills schließen. Die Glasur sollte nach ca. 20 Minuten die ideale Konsistenz haben. Der Vorgang kann noch einmal wiederholt werden, es ist jedoch nicht zwingend notwendig.