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Zutaten

Portionen

Hackfleischfüllung:

600 g Hackfleisch
100 ml Sojasoße
100 ml Hoisin Sauce
50 ml Fischsoße
50 ml Wasser
30 ml Sesamöl
1 Chilischote(n), fein gehackt
1 Bündel Koriander, fein gehackt

Spitzkohl:

2 Stück(e) Spitzkohl

Dillreis:

200 g Basmatireis
1 Rote Zwiebel
1 Bündel Dill
Etwas Sojasoße
Spitzkohl lässt sich hervorragend mit würzigem Hackfleisch füllen und entwickelt beim Schmoren eine besondere Aromatik. Mit Reis als Beilage lässt sich das Gericht gut vorbereiten und auch am nächsten Tag noch wunderbar genießen. Für eine vegetarische Variante kann das Hackfleisch einfach durch eine pflanzliche Alternative ersetzt werden. Die milde Umami-Würze unseres Vadouvans passt perfekt zur asiatisch inspirierten Füllung und verleiht dem Gericht eine angenehme geschmackliche Tiefe.

Zubereitung

  • Gesamtzeit: 1 h 15 min
  • Kochzeit: 30 min
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Hackfleischfüllung:

    1. Vom Spitzkohl den Strunk entfernen und die äußeren Blätter vorsichtig ablösen, ohne sie zu beschädigen. Pro Person etwa 2–3 Blätter beiseitelegen. Den übrigen Spitzkohl in feine Streifen schneiden.
    2. Das Hackfleisch in einer großen Pfanne anbraten. Den geschnittenen Spitzkohl dazugeben und mitrösten, bis er zusammenfällt und leicht Farbe annimmt.
    3. Mit Sojasoße, Hoisin Sauce und Fischsoße ablöschen und die Flüssigkeit etwas einkochen lassen. Anschließend Sesamöl, Wasser, Chilischoten und Vadouvan dazugeben und weiter köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig reduziert ist.
    4. Die Hackfleischmasse vollständig abkühlen lassen. Erst danach den fein gehackten Koriander unterheben.

    Kohlblätter:

    1. Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die Spitzkohlblätter etwa 4–5 Minuten köcheln lassen, anschließend in Eiswasser oder kaltem Wasser abschrecken.
    2. Die Blätter gut abtropfen lassen und auf einem Küchentuch trockenlegen. Mit einem scharfen Messer grobe Strünke und Stiele vorsichtig aus den Blättern schneiden.
    3. Ein Küchentuch auf einem großen Schneidebrett ausbreiten und die Kohlblätter sorgfältig auf dem Brett auslegen so dass eine dichte Matte entsteht, ohne dass sich die Kohlblätter zu viel überlappen. Ein zweites Küchentuch darauflegen und die Blätter mit einem Nudelholz vorsichtig flach rollen. Das obere Tuch wegnehmen.
    4. Eine Schöpfkelle am besten mit circa 100-200 ml Fassungsvermögen mit Öl ausstreichen. Ein passendes Rechteck aus der Kohlfläche ausschneiden und in die Kelle legen. Mit der Hand leicht andrücken, Hackfleischfüllung hineingeben und mit den überlappenden Teilen der Blätter verschließen. Nochmal gut andrücken, die fertige Kohlkugel vorsichtig aus der Kelle lösen und auf ein Backblech setzen. Drei weitere Kohlkugeln füllen und auf das Blech setzen.

    Dillreis:

    1. Den Basmatireis in leicht gesalzenem Wasser etwa 10 Minuten garen. Anschließend abgießen, ausdampfen lassen und etwas abkühlen lassen.
    2. Die rote Zwiebel schälen, Strunk und spitze abschneiden, und die Zwiebel achteln. Die Dillstiele grob schneiden und beiseitelegen.
    3. Die Zwiebelstücke in einer Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze langsam schmoren, bis sie leicht Farbe annimmt. Die Zwiebelstücke zerfallen mit der Zeit in kleinere Segmente.
    4. Nach etwa 10 Minuten die Zwiebeln mit ein paar Spritzern Sojasoße marinieren und die grob geschnittenen Dillstiele zugeben. Ein paar Minuten durchschwenken und ziehen lassen.
    5. Den Reis dazugeben und vorsichtig unterheben.

    Anrichten:

    1. Die gefüllten Kohlkugeln am besten 6–8 Minuten dämpfen oder bei 160 °C etwa 12 Minuten im Backofen erwärmen.
    2. Den Dillreis auf Tellern anrichten und die gefüllten Spitzkohlkugeln daraufsetzen.

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    Vadouvan
    Die traditionelle, handwerklich hergestellte und fermentierte Gewürzzubereitung ist geschmacklich einzigartig. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Aromatik könnte Vadouvan auch als „indisches Umami“ bezeichnet werden. Genau genommen ist Vadouvan jedoch eine indisch-französische Gewürzzubereitung. Denn die Mischung wurde von französischen Siedlern in der südindischen Region Pondicherry entwickelt. Vadouvan gilt als Abwandlung der tamilischen Mischung Vadagam, die häufig pastös oder in walnussgroßen Kugeln angeboten wird. Die Mischung Vadouvan enthält typischerweise fermentierten Knoblauch, fermentierte Zwiebeln und diverse Gewürze. Ursprünglich wurden für die Gewürzmischung Zwiebeln und Knoblauch an der Sonne gemeinsam mit verschiedenen Gewürzen getrocknet und anschließend mit Rizinusöl – dem eine konservierende Wirkung nachgesagt wird – vermengt, zerkleinert und zu Kugeln gerollt. Um ein optimales geschmackliches Ergebnis zu erzielen, entsteht Vadouvan in der Gewürzmühle Rosenheim in einem zweistufigen Fermentationsprozess. Die Gewürzmischung erfordert also nicht nur aufwendige Handarbeit, sondern auch viel Zeit und Geduld. Das Warten lohnt sich! Neben Zwiebeln und Knoblauch sorgen Urdbohnen (Linsenbohnen), Fenchel, Bockshornklee, Cumin, Curryblätter, Senfsaat, Muskatnuss und schwarzer Tellicherry-Pfeffer für eine fermentig anmutende Umami-Würze mit milden, fast süßlichen, curryähnlichen Noten. Vadouvan eignet sich dank seines besonderen Aromaprofils sowohl zur dezenten Aromatisierung von Saucen oder Ähnlichem als auch zum direkten Würzen von Speisen. Wir empfehlen Vadouvan zum Würzen von Reis und Hülsenfrüchten, Bratkartoffeln und Wurzelgemüse, Linsen, Currys und sahnigen Saucen, Auberginen, Eiern und Omeletts, Hackfleisch sowie Schwein mit Apfel und geschmorten Zwiebeln. Ebenso passt es hervorragend zu Huhn, Lamm und Innereien. Unbedingt probieren: Vadouvan-Bratkartoffeln mit Rührei!

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